Patricia Seidel (22.06.2009)
Man ist gesünder. Man ist fitter. Man strotzt vor lauter Energie. Ohne Stefan hätte ich das nicht geschafft. Ich bin dankbar dafür. Jeden Tag auf ein Neues.
Es ist nun fast genau ein Jahr her, als ich für mich realisiert habe das das so nicht weiter geht mit mir. Irgendwann im April 2008 habe ich mich, zum zweiten Mal in meinem Leben, bei Stefan Schlegel gemeldet. Warum zum zweiten Mal, dazu komme ich später.Ich hatte eine sehr schwere Zeit hinter mir, nein, ehrlich gesagt nicht hinter mir, ich steckte mitten in einer solchen Zeit. Okay, jeder erlebt mal Hochs und Tiefs. Irgendwie geht es immer weiter. Ich wusste aber nicht wirklich, wie genau es weiter gehen sollte. Wenn der Alltagsstress einen zu erdrücken vermag, man nicht weiter weiß wie man alles unter einen Hut kriegen soll, und es fast so scheint als ob 24 Stunden pro Tag bei weitem nicht genug sind, dann will man eigentlich keine weiteren Termine in seinem Alltag sehen. Mann will so weit es geht frei sein, dieses bisschen Zeit, die man hat, zu seiner freien Verfügung haben. Ich muss mir hier und heute, und jeden Tag der kommen wird, eingestehen, dass ich diese freie Zeit einem falschen Zweck zugeteilt hatte.
Ich habe mich mehr oder weniger zurück gezogen. Abende auf der Couch bevorzugt. Morgens länger geschlafen. Und gehöre leider Gottes zu der Sorte Menschen, die ihren Frust und ihre Sorgen mit Essen zu erdrücken vermeiden. Das Resultat eines solchen Alltages müsste ich eigentlich nicht weiter erörtern. Ich habe unheimlich viel zugenommen. Wurde immer unzufriedener. Aß immer mehr. Wurde noch unzufriedener. Irgendwann konnte ich es nicht mehr ertragen.
Seit diesem Tag im April 2008 bin ich jeden Tag ein anderer Mensch geworden -nein, eigentlich kein anderer Mensch. Ich bin ich geblieben. Habe mich aber wieder gefunden. Mache jeden Tag das Beste aus mir. Lernte mich und meinen Körper lieben. Schätze mich jeden Tag auf ein Neues.
Als ich mich an jenem Tag mit Stefan Schlegel in einem Restaurant der Mannheimer Innenstadt traf, erzählt er mir Heute immer wieder gerne, hat er sich gefragt warum ich mich nur so habe gehen lassen. Im Jahre 2005 hatte ich bereits einmal mit Stefan zusammen gearbeitet. Wir haben wirklich viel trainiert, ich war motiviert, so dachte ich jedenfalls. Aber ich war einfach noch nicht bereit dazu. Wahrscheinlich, ja, wahrscheinlich dachte ich, dass ich die Zeit einem anderen Zweck zuteilen könnte.
Nichts desto trotz war Stefan guter Dinge. Wir verabredeten uns für Anfang Mai, stellten einen Trainingsplan auf, bestimmten unsere Ziele. Obwohl es eher meine Ziele waren, teilte Stefan diese mit mir. Er war jederzeit und immer bereit, sich meine Beschwerden , Sorgen und Wünsche anzuhören, nahm meine ganzen Quenglereien in kauf, hörte sich diese Woche um Woche an. Fieberte mit mir mit. Wir trainierten drei mal pro Woche. Das hört sich nach sehr viel an, ist es auch. Ich wollte aber endgültig infiziert werden, endgültig wissen, wie sich die Droge Sport anhört. Ich wollte, das Stefan mich infiziert.
Mein Tag bestand immer noch aus nur 24 Stunden. Ich hatte den gleichen Stress wie vor meinem Trainingsbeginn mit Stefan. Und ich hatte drei Termine mehr zu bewältigen – pro Woche. Ich würde lügen wie gedruckt wenn ich behaupten würde das es nicht genug Tage gab an denen ich mir Stefan sonst wo hin wünschte, nur nicht vor meine Haustüre. Es nützte nichts. Er kam immer wieder. Und mit jedem Mal ging es mir besser. Mit jedem absolvierten Training stieg meine innere Zufriedenheit. War ich gewappneter gegen Alles, was meine 22 ½ verbleibende Stunden zu bieten hatten. Ich wurde gesünder. War, um ehrlich zu sein, sehr verwundert, dass ich bis auf zwei Tagen mit minimalen Erkältungserscheinungen den letzten Winter – und dieser war sehr kalt – kein einigstes Mal erkrankt bin. Ich wurde schlanker. Gefiel mir selber immer mehr. Wurde zufriedener. Wollte mich immer mehr mit mir selber beschäftigen.
Irgendwann im Spätsommer wollte ich es dann endgültig wissen und unternahm das vermutlich Beste, was mir in meiner Personal Trainer Karriere jemals widerfahren war. Boot Camp: auch bekannt als Trainingslager. Türkei, mitten im Hochsommer. Stefan übernahm die Reisebuchung mit einem Partner-Reisebüro. Ich hatte somit keine Sorgen und konnte mich ganz entspannt auf das Trainingslager freuen. In diesen zwei Wochen sehr harten Trainings erzielte ich die aller besten Erfolge. Es war hart, ja, und nicht ohne. Aber man wächst an seinen Aufgaben. Und nach dem Trainingslager fühlte ich mich zu fast Allem im Stande. Wirklich, ich wollte Bäume ausreißen. Okay....ein paar Tage Erholung habe ich gebraucht!
Im Grunde genommen könnte ich hier Seitenlange Berichte über all die tollen Erlebnisse schreiben, welche ich mit Stefan zusammen erleben durfte. Es gab natürlich auch Momente, in denen ich mich wirklich gefragt habe warum ich mich denn so dermaßen quälen tue. Aber im nachhinein war und bin ich immerzu dankbar, dass er das „stärkere Gewicht“ hatte, wenn es um Entscheidungen ging, wie hart oder weniger intensiv das Training absolviert werden sollte. Ich bin dankbar für jeden Morgen, an dem Stefan an meiner Haustüre klingelt und mich und meinen inneren Schweinehund auf einen Nenner bringt. Ich bin noch dankbarer, wenn ich vom Training wieder zu Hause bin. Es gab genug Einheiten, welche ich nie absolviert hätte wäre Stefan nicht an meiner Seite gestanden.
Ja, ein Personal Trainer ist eine Investition. Es kostet eine ganze Menge Zeit, Wille und Motivation. Aber wenn es etwas ist, dann eine Investition in die Zukunft. Egal, wann man anfängt zu investieren. Zu spät ist es hierfür nicht. Man investiert in sich, und seine Zufriedenheit. Man investiert in seine Freuden, denn man erlebt mehr davon, wenn man mit sich im Reinen ist und stolz auf sich ist. Man investiert in sich selber. Man ist gesünder. Man ist fitter. Man strotzt vor lauter Energie. Man kann sich (fast) Allem stellen!
Ob ich heute weniger Probleme habe als letztes Jahr im April. Nein, mit ziemlicher Sicherheit nicht. Manchmal frage ich mich sogar, ob es denn nicht mehr geworden sind. Aber ich bin stärker geworden, und nehme jeden Tag, wie er kommt. Ich habe Heute die Kraft, alle Tage zu bewältigen. Ich bin einer Droge verfallen, ja, dem Sport. Ich brauche ihn, um meinen Kopf frei zu kriegen. Um mich wieder auf das Wesentliche zu besinnen.
Und Eines ist mir ganz Besonders klar geworden. Ohne Stefan hätte ich das nicht geschafft. Ich bin dankbar dafür. Jeden Tag auf ein Neues. Danke - von ganzem Herzen, dass ich mich neu kennen lernen konnte. Patricia Seidel
GeschäftsführerinZurück

